No Name.

TRAVEL & FOOD . [Werbung] unbeauftragt

Manchmal kann ich einfach nicht mehr auf irgendeinen Screen starren, weil ich etwas echtes brauche, etwas, das nicht unendlich lange nach unten scrollt. Noch irgendwer? Das habe ich gerade. Und das hatte ich auch kurz vor Mallorca, das hatte ich sogar noch als ich im Hafen von Port de Soller saß und Tapas im No Name aussuchte. Mit der Tren de Soller im Hintergrund und Möwen und einem Straßenmusiker im Vordergrund. 

Es waren bestimmt mindestens dreiunddreißig Grad, ich hatte wirklich nicht genug geschlafen, nur eine Stunde in der Nacht und dann ein bisschen im Flugzeug, es war so spät, dass die Horizont schon golden war und Dächer auch. Und trotz des Straßenmusikers und der Möwen war es irgendwie still, es fehlte dieses Rauschen, das des Verkehrslärms und des Notebooklüfters. Ist das dieser Digital Detox, das gerade so cool ist?

Das No Name war fast leer als wir uns setzten, die Tapas nicht wirklich klassisch spanisch. Aber das ist es vielleicht gerade, das Konzept des Weltbürgers, das das No Name lebt. Wir orderten drei Gerichte, die jetzt schon nicht mehr auf der aktuellen Karte zu finden sind, weil sie ständig wechseln und experimentieren, blieben eine Stunde mit einem Kellner, der auch hätte einer von diesen Freunden sein können, die man viel zu selten mal auf ein Glas Wein trifft und gingen noch eine Stunde um die Bucht – bis wir den Schlaf nachholten, den wir in der Nacht zuvor verpasst hatten.

Und genau das brauchte ich – um vom Screen wegzukommen und die offenen Tabs in meinem Kopf einfach zu schließen.

 

Daniela

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