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“Wir müssen nach Berlin! Unbedingt!” Das war eine WhatsApp Nachricht und ein Link – zum Showroom von Bocci79. Ich war verknallt, Schockverknallt sogar. Und dann der erste Fail, geplant für einen Montag, checkten wir erst 24 Stunden vorher, dass der Showroom Montag immer geschlossen hat. Düdüm.
Wir starteten 30 Minuten verspätet. Make up Schwierigkeiten. Frühstück hatten wir auf der A2 und dann zwei Stunden Diskussionen über Männer, Eifersucht, Dramen und irgendwas.
Hi, Berlin! Nach nicht mal einem kompletten Kreis war da ein Parkplatz – und nach fünfzig Metern auch das Bocci79. Liebe. Das war wirklich, wirklich, echte Liebe. Auf drei Stockwerken, in unzähligen Altbau-Räumen und mit weißer Wendeltreppe. Die Toilette? Unfassbar hübsch. Mit diesen fabelhaften aufgeklopften und weiß gestrichenen Wänden und von der Decke hängenden Glühbirnen. L.I.E.B.E.


Wir blieben drei Stunden.
Drei Meter neben dem Bocci79 ist ein kleiner Vietnamese. Keine Leuchtreklame, nur ein Schaufenster und ein paar Stühle. Wir teilten alle Teller. Das tun wir immer. Und es war fabelhaft. Das sind sie fast immer, die Restaurants, die nicht so laut sind, die etwas unaufgeregter in einer Seitenstraße oder einfach nur irgendwie da sind. Und eben ohne Leuchtreklame. Weil sie das nicht nötig hätten.
Wir shooteten dann noch in einer knallgelben U-Bahn Station, inklusive Outtakes, Lachflashs und einem Rollator. Und in einem Spätkauf zwischen Bierflaschen und Limonade. Danach gab es Icecream und Benzin für 1,51 Euro.
“Gute Nacht!” Eine WhatsApp Nachricht, 23 Uhr, Zuhause.



