How you feel when you quit your job.

Panik. Ich hatte die absolute, totale Panik. Immer mal wieder. Für fünf Minuten und dann war sie spontan wieder weg. Manchmal erst eine Stunde später wieder da, manchmal erst vierundzwanzig und manchmal drei Minuten später. Ich liebte diesen Job – eigentlich – aber nicht mehr hier. Und nicht mehr so. Da war diese Bossing-Sache und überhaupt ein anderer Boss. Es funktionierte einfach nicht mehr.

 

Ich wollte wirklich weg.

 

Und trotzdem hatte ich immer wieder diese Panik. War ich nicht genug? Würde ich es bereuen? Wollte ich wirklich in einer anderen Stadt arbeiten? Wollte ich andere Projekte? Waren das die Projekte, die ich wollte? Und das Team? Das Office hier war mein Zuhause gewesen. Acht Jahre lang waren das Überstunden bis nachts um 04.00 Uhr – nur ein paar Mal -, das war der Paris-Pitch, der wirklich funktioniert hatte, das waren Weingläser und Sambucca Shots – manchmal -, und Pizza – öfter. Das war ein Team, das wahnsinnig supportete und meine Liebe zu Design teilte. Und Projekte, die ich liebte. Und 10.000 Liter Inspiration.

 

Das war aber auch ein Boss, der alle Designs kaputt machte – weil es nicht seine oder sie zu cool waren. Einer, der keinen Fehler zugeben konnte, wegen dem Timing und das komplette Projektmanagement nicht funktionierten. Einer, der keine Kritik hören wollte aber immer nur kritisierte. Der sich und alles genau so wie es war, behalten wollte.

Und dann wurde es ein Job, den ich nicht mehr machen wollte. Den ich irgendwann einfach nur noch irgendwie gemacht habe. Mit Fehlern und ohne Anspruch an Design. Erst habe ich aufgehört es zu lieben und dann wollte ich irgendwann nicht mal mehr herkommen. War danach total kaputt, obwohl ich fast nichts getan habe, einfach nur, weil ich mich so aufgeregt habe.

 

Erst über meinen Boss, dann fast nur noch über mich. Ich wollte wirklich niemals so sein, niemals nur dreißig Prozent geben, ich wollte nie Stillstand, ich wollte wachsen und den coolen Shit designen. Ich wollte wirklich lieben, was ich tue. Und eigentlich hatte ich immer gesagt, wenn das irgendwann nicht mehr so ist, dann geh ich.

 

Aber nicht mehr in der Comfort Zone zu sein, tut halt ein bisschen weh.

 

Ich hatte dann also irgendwann eine Panikmanagerin, der ich relgemäßig “Panik, Panik, Paaaaaanik” bei WhatsApp schreiben konnte, die immer mit “BROOOT” oder irgendwas anderem total Dämlichen antwortete und die mir sagte, ich sollte das mit dem Atmen nicht vergessen. Und dann hatte ich eine Lunchbox, weil ich das mit dem Lunch jetzt umorganisieren musste – die hatte ich schon vor dem Vertrag, nur, um mir das alles irgendwie greifbar zu machen. Und ich hatte diesen Plan mit meiner Panikmanagerin, manchmal in Straßencafés an unseren Blogs oder dem A BLOGGER’S SHOP zu arbeiten und tausend andere coole Dinge zu tun.

 

Und irgendwann, einfach so, war die Panik weg.
Und jetzt sind da schon ein paar Endorphine.
Daniela

AUTOR

ATHEN | SEVILLA

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